Herne
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Außenstelle zieht Bilanz

05.02.2017

Bildnachweis: S.Hochschlaeger /pixelio.de

WEISSER RING zieht Bilanz: Opferzahlen in Herne  leicht unter Vorjahresniveau

 

Brigitte Grüning,  Leiterin der Außenstelle Herne, hat in diesen Tagen Resümee für das Jahr 2016  gezogen.

Dass die Arbeit dieses Vereins auch in Herne wichtig ist, zeigen die Zahlen vom vergangenen Jahr. Rund 114 Opfer von Straftaten wurden im Jahre 2016 von den ehrenamtlichen Mitarbeitern Herne betreut.  "Das liegt etwas unter dem Niveau des Vorjahres (128), " resümiert Grüning.

Das Spektrum reicht vom Handtaschenraub bis zum Mord. (Einzelheiten siehe Anlage)

Besonders bedrückend findet Grüning die Tatsache, dass häusliche Gewalt, sexuelle Übergriffe auf Kinder und Frauen und Stalking  fast 50 % der Arbeit ausmachen. Neben den Neufällen müssen auch viele bestehende Opferfälle von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut werden.

Dabei leisten die fünf  ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Freizeit menschlichen Beistand und persönliche Betreuung, begleiten die Opfer zu Gerichtsterminen und geben Hilfestellung im Umgang mit Behörden und Institutionen. In 35 Fällen hat der WEISSE RING in Herne Opfer mit Beratungsschecks unterstützt.

Bei Bedürftigkeit und einer finanziellen Notlagen als Folge einer Straftat hat der WEISSE RING in Herne mit rund 13.000 Euro geholfen.

Ein wichtiger Teil der Arbeit und Satzungsziel des WEISSEN RINGS ist die Vorbeugung. Mit Vorträgen zu Themen wie Enkeltrick, Trick- und Taschendiebstahl und das Verhalten an der Wohnungstür werden Senioren fit gemacht. Für Schüler, Jugendliche und junge Erwachsene gibt es Veranstaltungen zu den Themen Loverboys und Cybermobbing.

Um auch in Zukunft effektiv  helfen zu können, wird in diesem Jahr auch verstärkt um neue Mitglieder und Spenden geworben. Der Verein finanziert sich fast ausschließlich über Mitgliedsbeiträge, Spenden, Nachlässe und Busgeldzuweisungen der Gerichte. "Um politisch unabhängig zu bleiben, verzichtet der Verein bewusst auf öffentliche Mittel", erläutert Grüning das Finanzierungsmodell des WEISSEN RINGS. Uns ist vor allem wichtig, dass mehr als fünfzig Prozent der Einnahmen den Opfern zu Gute kommen. Rund 30 % werden für Prävention und öffentliches Eintreten ausgegeben. Nur rund 15% beträgt Verwaltungsaufwand. Die Zusammenarbeit mit der Polizei wurde 2015 noch stärker intensiviert. Die Landesverbände des WEISSEN RINGS in NRW haben mit Innenminister Jäger einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Dieser  beinhaltet eine noch intensivere Zusammenarbeit mit der Polizei Vorort.

Den Weg zum WEISSEN RING finden die Opfer durch die Polizei, Anwälte, andere Institutionen, die zentrale Opfernummer 116 006,  das örtliche Telefonbuch oder über die Internetseite. (www.weisser-ring.de)

Opferfälle 2016

Häusliche Gewalt

Sexualdelikte

19

29

Delikte gegen die körperliche Unversertheit 21
Sonstige Delikte 53